Destiny The Taken King (PS4)

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Was bringt Destiny The Taken King? Unser Review zeigt es euch!

Destiny The Taken King heißt die erste große Expansion für Bungies Online-Shooter-Riesenprojekt. Die Vollpreis-Erweiterung bringt Fans der Serie vor allem eins: Einen glatten Neuanfang. Was wir damit meinen und wie das aussieht, zeigen wir euch in unserem Review zu Destiny The Taken King für die Playstation 4.

Wie der Vater, so der Sohn: The Taken Kings Hauptstory

Wer die Entwicklung der Storyline von Destiny versucht hat zu verfolgen, war sehr lange Zeit ein trauriger Mensch: Das Basisspiel ließ den Spieler mit den Grimoire-Cards und einer Webseite zurück um Storylücken zu füllen und generell zu verstehen, was im Universum von Destiny passiert. Mit The Taken King hat es Bungie endlich geschafft die Geschichte rund um die Guardians, den Traveller und die letzten Überlebenden der Menschheit etwas abzurunden.

Die Hauptgeschichte von Destiny The Taken King dreht sich um Oryx, den König der Besessenen sowie Vater von Crota, dem Oberbösewicht aus der ersten Erweiterung The Dark Below. Oryx hat es den Guardians auf der Erde relativ übel genommen, dass diese seinen Sohnemann vernichtet haben und macht sich deswegen schnurstracks mitsamt Kampfflotte und seinem Flaggschiff, dem Dreadnought, auf dem Weg zur Erde. Netterweise greifte eine Flotte der Awoken ihn an und versucht den Gottkönig Oryx zu stoppen – was diesem weniger gut gefällt. Kurzerhand vernichtet Oryx die Awoken-Flotte mit der Superkanone des Dreadnought. Leider liegt von da an sein Schiff im Orbit des Saturn flach.

Dort setzt die Geschichte von The Taken King ein: Als der Tower ein Notsignal empfängt, schickt er auch gen Mars um dieses zu untersuchen. Am Sendepunkt des Signals findet ihr außer einem Bataillon hektisch fliehender Cabal nicht mehr sonderlich viel. Als ihr dann noch von einer bis jetzt unbekannten Art der Hive namens Taken angegriffen werdet, wird klar: Hier ist was im Busch.

Zusammen mit den drei Vanguard und Eris Morn entschlüsselt ihr das Rätsel und kommt den Taken auf die Schliche: Diese planen vom Dreadnought aus endgültig die Menschheit zu vernichten – und da seid ihr natürlich als Guardian gefragt.

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Da glüht was: Oryx, der Taken King, greift nach der Erde – via playstation.com

Alles neu macht das Update: Was hat sich geändert?

Die größte Veränderung gegenüber Year One – so nennt Bungie die Phase von Hauptspiel und den ersten zwei Entwicklungen – ist die Abschaffung der Light-Levels: Wohingegen man im Original-Spiel noch bis Level 20 Experience sammeln musste, nur um dann durch so genannte Light-Points besser zu werden, hat Destiny The Taken King hier sauberen Tisch gemacht. Die Light-Levels wurden umfunktioniert als Ansatz für Attack- und Defense-Werte, wenn man Raids mit schwierigeren Modifiern spielen möchte.

Mit der Abschaffung kommt auch eine weitere Änderung daher: Ein Großteil der Year One-Waffen, die sich zum Standard in Destiny entwickelt hatten (wir schauen in deine Richtung, Gjallarhorn) ist passé. Mit neuen Waffen, Rüstungsgegenständen und besonderen klassenspezifischen Artefakten geht die Hatz nach neuen Items wieder von vorne los – und das weckt die etwas angestaubte Lust auf Jagd selbst in alten Quests wieder von neuem. Wo man vorher Weekly und Nightfall Strikes bis zum Erbrechen gespielt hatte und nun fast nicht mehr sehen konnte, weckt das Versprechen auf neue Items wieder richtig Sammellaune.

Nicht ganz unschuldig daran sind auch die neuen Missionen: Neben dem Haupt-Raid King’s Fall gibt es eine ganze Reihe neuer Strikes, die einige interessante – und endlich gut erzählte – Nebenschauplätze der Taken King-Story in den Vordergrund rücken. Dank der überarbeiteten Quest-Verfolgung kann man auch einzelnen Storysträngen besser folgen und hat nicht das Gefühl wahllos von Ort zu Ort zu hetzen.

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Von links nach rechts die neuen Fähigkeiten: Nightstalker, Sunbreaker und Stormdancer – via destiny-infobase.de

Bungie hat gelernt: Neue Fähigkeiten und Geschichten

Die umfassenden Neuentwicklungen machen eines klar: Entwickler Bungie hat sich die Kritik an Destiny zu Herzen genommen – und auch umgesetzt. Neben der Abschaffung des ätzenden Light-Systems und neuer Missionen, Waffen, hat man sich auch die spielbaren Charaktere vorgenommen. So erhalten mit Destiny The Taken King alle drei Klassen von Titan, Hunter und Warlock jeweils einen neuen Skilltree.

Während der Titan nun mit dem Hammer of Sol und dem Skilltree Sunbreaker den bösen Jungs eins auf die Nase geben kann, kriegen angehende Hunter eine Art Bogen und der Fähigkeit Nighstalker die Möglichkeit sich mit Void-Kräften zur Wehr zu setzen. Die Warlock-Klasse kriegt mit dem Stormcaller-Skilltree fast Sith-artige Fähigkeiten und darf Blitze aus den Armen verschießen. So bleiben nicht nur dank neuer Story und Items Stunden, die man im Spiel verbringen darf – man kann auch endlich wieder einen komplett neuen Skilltree leveln und vor allem meistern.

Auch hier ist wieder schön zu sehen, wie sich Bungie um die Story gekümmert hat: Wo man früher wahrscheinlich über beispielsweise den Nightstalker-Skilltree der Hunter eine neue Grimoire-Card und den Verweis aufs Internet nicht mehr bekommen hätte, bekommt der neue Skill sogar eine ganz eigene Mission in der man einen Nightstalker sucht. So begibt man sich auf die Suche nach diesem Hunter, einem Freund von Cayde-6, dem Hunter Vanguard – und plötzlich fühlt man sich wirklich wie ein Auserwählter, der die Nightstalker-Legende weiterführen darf.

Dieser letzte Schritt – das tiefere Einbinden in das Destiny-Universum – ist es, was aus The Taken King nicht nur eine schöne Erweiterung sondern aus Destiny fast ein komplett neues Spiel macht: Mit interessantem Storytelling, einer wunderschönen Umgebung und einem endlich auch relativ einfach verständlichen Spielprinzip ist Destiny mit The Taken King nicht mehr nur ein ganz netter Online-Shooter sondern endlich auf dem Weg zu einem langfristig spannend MMO-Shooter.

Fazit

Destiny The Taken King bringt einige dringend nötige Überarbeitungen und Veränderungen zum Basisspiel. Weg mit dem alten, her mit dem Neuen hat man sich wohl bei Bungie gedacht und ist einiges an Altballast losgeworden um Raum für neue Fertigkeiten, Level und Items zu schaffen. Alte Destiny-Hasen werden Destiny The Taken King völlig zu Recht feiern und wer Destiny sowieso vorher schon mochte, kann Destiny The Taken King ruhig Gewissens kaufen.

Aber was ist mit Leuten, denen Destiny vorher nicht gefallen hat? Sei es, weil die Story zu undurchsichtig, das Leveling zu kompliziert oder das Level-Design zu gerade ist – all diese Minuspunkte sind in The Taken King sauber überarbeitet worden. Wer sich generell für einen guten Shooter erwärmen kann, der wird mit Destiny und The Taken King seine helle Freude haben. Dank einem Level-Up-Item müssen Neuanfänger auch gar nicht erst langwierig leveln sondern können direkt mit einem Level 25-Charakter in die Storymissionen von The Taken King einsteigen.

Für The Taken King erhaltet ihr also ganz klar unsere Kaufempfehlung! Solltet ihr dieser folgen wollen, könnt ihr Destiny The Taken King ganz einfach bei Amazon bestellen!

(Header via vcpost.com, Video via YouTube, destinygame)

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Über den Autor

Jamie

1986 geboren. 1992 erste Konsole. Seitdem konstanter Level-Up. Schreibt über Gaming, Kino, Comics und TV-Serien im Bereich der Nerd- und Geek-Culture.

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