Fear the Walking Dead – So Close, Yet So Far Review (1×02)

fear-the-walking-dead-review-season-1-episode-2-staffel-folge-3

In der zweiten Folge von Fear the Walking Dead setzen wir unmittelbar am Ende der ersten Folge ein und befinden uns weiter in dem Strudel, der sich Zombie-Apokalypse schimpft. Bislang haben nur wenige Menschen einen Plan, um sich gegen die nähernde Gefahr zu verteidigen und was uns die Patchwork-Familie rund um Travis und Madison samt Kindern präsentiert ist diese Woche spannend und fesselnd in Szene gesetzt.

fear-the-walking-dead-review-season-1-episode-2-staffel-folge-1

Lauf, Forrest: Ex-Mann und -Frau auf der Flucht mit Kind – via amc.com

Bereits in der zweiten Folge schafft man es, uns zwei Handlungsstränge zu zeigen, deren Herangehensweise an die Epidemie der Bewohner von L.A. nicht unterschiedlicher sein könnte. Während man erfährt dass Matt, der Freund von Alicia, aufgrund eines Bisses bereits Fieber hat und mehr tot als lebendig wirkt, macht sich Travis Sorgen um seine Ex-Frau Liza und um seinen Sohn Christopher. Christopher ist in der Stadt unterwegs, als er mitbekommt, wie ein Polizist auf einen Obdachlosen schießt und sich ein wütender Mob um den Tatort bildet. Travis, der aufgrund seines Erlebnisses mit seinem ersten Untoten nun natürlich seine Familie in Sicherheit bringen möchte, sucht mit Liza zusammen seinen Sohn, der die Ereignisse bereits mit einer Videokamera aufzeichnet. Die Parallelen, die diese Szene zu der aktuellen politischen Lage in den USA aufbaut, sind kein Zufall und liefern gleichzeitig neben der Brisanz der Thematik Polizeigewalt in den Staaten auch einige Fragen zur Rolle der Behörden im Walking Dead-Universum – Was weiß die Polizei? Was wissen andere wichtige Behörden der Stadt? Warum werden die Bürger nicht aufgeklärt? Gab es schon Vorfälle in anderen Städten und Ländern? Diese Antwort bleibt die Serie zwar schuldig, liefert aber auch ein beklemmendes Gefühl als noch mehr Untote auftauchen und auch die Polizei schwerere Geschütze auffährt.

Die Menschen auf den Straßen werden immer unruhiger, bis die Lage eskaliert und sich der Mob aufgebrachter Menschen Luft in den Straßen von Los Angeles verschafft. Randalierer und Plünderer ziehen durch die Straßen, zünden Autos an und zwingen Travis, Liza und Christopher dazu, Unterschlupf in einem Barbershop zu suchen, der von Daniel Salazar betrieben wird. Er lässt die Familie in sein Ladenlokal und harrt mit ihr und seiner Frau Griselda und seiner Tochter Ofelia erst einmal aus, während immer mehr Chaos auf den Straßen ausbricht.

fear-the-walking-dead-review-season-1-episode-2-staffel-folge-2

Die Polizei, dein Freund und Helfer: In der zweiten Folge wird es turbulenter bei Fear The Walking Dead – via incoherent.net

Während Travis sich vorübergehend in Sicherheit befindet, versucht Madison so gut es geht ihre Kinder vor weiterem Unheil zu schützen. Nick kämpft mit den Folgen seines kalten Drogenentzug, weswegen sich Madison in die Schule begeben möchte, um Oxycodon für Nick zu besorgen, damit dieser weniger Schmerzen hat. In der Schule angekommen trifft sie nicht nur auf Tobias, dem sie sein in der Pilotfolge konfisziertes Taschenmesser wiedergibt, sondern auch auf Artie, ihren Arbeitskollegen, der aus ungeklärten Gründen auch ein Untoter geworden ist. Aus dem Versuch heraus, mit Artie zu reden, begibt sich Madison in Lebensgefahr und kann nur mit letzter Kraft – und Hilfe von Tobias – Artie überwältigen und ihn ausschalten. Sie bringt Tobias nach Hause und wünscht ihm viel Glück, wobei man nur hoffen kann, dass es dem sympathischen Teenager zuteil wird. Madison wiederum muss direkt nach ihrer Rückkehr beobachten, wie im Vorgarten gegenüber gerade ein Untoter über jemanden herfällt. Alicia möchte umgehend rauslaufen und helfen, wird dabei aber von ihrer Mutter aufgehalten.

Dies ist für Alicia nicht das erste Mal, dass sie aufgehalten wird, bereits Stunden zuvor will sie zu ihrem Freund Matt aufbrechen, um ihm Suppe zu bringen und nach ihm zu schauen, bevor Nick einen Krampfanfall bekommt und Alicia bewegen kann, das Haus nicht zu verlassen. Inwieweit dieser Krampfanfall echt war und ob Nick dies nur tat um seine Schwester zu schützen, bleibt unklar. Das nach all dem was passiert ist, Alicia allerdings diejenige ist, die am wenigsten Antworten bekommt, erscheint ein wenig unlogisch. Sie tappt über die gesamte Episode im Dunkeln, was mit Matt, den Nachbarn oder allgemein in der Stadt passiert und es wären von den Autoren sicherlich nicht die schlechteste Lösung, sie in der nächsten Folge mit ein paar Erklärungen für den Rest der Staffel auszurichten.

Fazit

In der zweiten Folge Fear The Walking Dead gibt es bereits einige spannende Entwicklungen und viel mehr Chaos, als man erwarten konnte. Wer dachte, dass das Tempo behutsam aufgebaut wird, wurde in dieser Episode eines besseren belehrt. Dieses Tempo ist zwar an manchen Stellen etwas unerwartet und wirft auch viele Fragen auf die hoffentlich in den kommenden Folgen beantwortet werden. Der Tod von Artie bleibt dabei ebenso ein Rätsel wie der Angriff auf Madisons Nachbarn. Dabei ist auch  interessant zu sehen, mit welcher Art und Weise die beiden Protagonisten Madison und Travis versuchen mit dem Chaos und der Gefahr umzugehen. Madison schottet sich und ihre Familie gegen Ende der Folge ab, während Travis andere Personen zum Überleben braucht. Inwieweit die beiden Gruppen zueinander finden bei den gezeigten Stromausfällen, bleibt abzuwarten, möglich wäre es auch, dass beide Familienteile auch erstmal alleine losziehen müssen, eine ja nicht unübliche Variante im Walking Dead-Universum. The Walking Dead-Zuschauer fühlen sich höchstwahrscheinlich noch gelangweilt, da man zum Einen weiß, was mit den Kranken geschieht und zum Anderen nicht den hohen Zombie-Count hat wie in der Mutterserie, doch bei der Entwicklung innerhalb von zwei Folgen könnte sich das bald schlagartig ändern. Man darf gespannt sein, wie stark die nächsten Episoden werden.

(Header via incoherent.net)

Stay connected with COFFEE & GAMES

Follow COFFEE & GAMES on Twitter! 

Like COFFEE & GAMES on Facebook!

Follow COFFEE & GAMES on Instagram!

broesel@coffeeandgames.net

Über den Autor

Jamie

1986 geboren. 1992 erste Konsole. Seitdem konstanter Level-Up. Schreibt über Gaming, Kino, Comics und TV-Serien im Bereich der Nerd- und Geek-Culture.

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*