Fear the Walking Dead – Cobalt Review (1×05)

Und Alicia hat nur eine Jacke während der ganzen Staffel, so scheint es - via forbes.com

Fear the Walking Dead liefert sich in dieser Woche leider zum ersten Mal ein paar Schwächen, die hoffentlich im Staffelfinale kommende Woche ausgemerzt werden – die Passivität aller Figuren wird der guten Entwicklung der ersten Folgen leider nicht gerecht und lässt einen eher verwundert und verägert zurück.

Diese Woche weiß Fear the Walking Dead zum ersten Mal nicht mit seinem doch sehr guten Figurenensemble umzugehen, dabei wurde der Grundstein bereits letzte Woche gelegt. Durch die undurchsichtigen Handlungen des Militär und die Verschleppung von Griselda und Nick sehen sich Travis wie auch Daniel gezwungen zu handeln, jedoch beide auf sehr unterschiedliche Weise.

Während Travis das Gespräch mit Lt. Moyers sucht und endlich Antworten bekommen möchte, was mit Nick und Griselda passiert und wann man wieder mit ihrer Rückkehr rechnen kann, möchte Daniel die Antworten lieber gewaltsam aus dem Soldatenfreund von Tocher Ofelia durch Folter herausbekommen. Eine der wenigen WTF-Momente der Staffel weicht der Tatsache, dass Daniel mal wieder Zeit bekommt über sich und seine dunkle Vergangenheit in aller epischen Breite zu sprechen, in der sich herausstellt, dass er seine dunkle Seite immer vor seiner Tochter Ofelia verborgen hat, aber sich aufgrund ihrer Sicherheit und der seiner Frau gezwungen sieht, ihm wehzutun. Auch der Einwand von Madison, die die Aktion natürlich zufälligerweise mitbekommt und möchte, dass nur geredet wird, wird schnell von Daniel beiseite gewischt, als Madison die Szenerie verlässt  – er schneidet dem jungen Soldaten tief ins Fleisch des Unterarms und bekommt letztendlich die Antwort, die Travis verwehrt bleibt.

Chris weiß auch nicht so recht, wohin es mit ihm geht - via forbes.com

Chris weiß auch nicht so recht, wohin es mit ihm geht – via forbes.com

Dieser ist nämlich auf einer Tour mit Lt. Moyers zu seinem Stiefsohn und Griselda in die medizinische Station, um sich überzeugen zu lassen, dass es beiden gut geht. Das Einzige, was die Soldaten auf dem Weg aufhält ist die Selbstverliebtheit des Lt. Moyers, der erst einen Walker mit einem Scharfschützengewehr erschießen möchte und dabei gerne Travis den Abzug betätigen lassen möchte, der dies versucht aber anschließend passt. Travis ist trotz der aktuellen Entwicklungen auf der Welt und all den Untoten noch sehr passiv und stellt so etwas die den Anti-Rick Grimes dar, der nicht sofort den Abzug drückt, sondern immer noch mit sich und seiner alten Sicht der Dinge kämpfen muss. Moyers hingegen fackelt nicht lange und tötet den Zombie, nur um anschließend sofort einer anderen Einheit in ein Gebäude mit seiner Kompanie folgen zu müssen. Dort sind, wie Travis über das Funkgerät hört, viele Walker und die Soldaten kommen dezimiert und ohne Lt. Moyers wieder zurück, mit der Absicht, sich aus dem Staub zu machen und ihre Befehle zu vernachlässigen.

Der größte Befehl der Soldaten, den anscheinend nur ein Teil eben dieser kennt und der Daniel offenbart wird, ist nämlich Cobalt (übrigens der Arbeitstitel von Fear the Walking Dead) – die Exekution ALLER Menschen in den Safe Zones, die sie eigentlich beschützen sollen sowie der komplette Rückzug aus Los Angeles. Nachvollziehbar ist dies nur zum Teil. Soldaten sollen nach dem Zusammenbruch der Welt und den gräßlichen Walker-Kills jetzt auch noch unschuldige Menschen töten? Und warum wissen davon nur einzelne Soldaten? Normalerweise müssten es entweder alle wissen oder nur die Kommandostrukturen. Ein schreckliches Detail, dass Daniel aus dem jungen Soldaten herausfoltern konnte, heizt aber leider allerlei Spekulationen zum Staffelfinale an. Die in einem Stadion von der Armee gefangenen Walker und der grübelnde Daniel, der vor den Toren des Stadions steht, lassen nichts Gutes für Travis und Co. für die sechste Folge hoffen.

Und Alicia hat nur eine Jacke während der ganzen Staffel, so scheint es - via forbes.com

Und Alicia hat nur eine Jacke während der ganzen Staffel, so scheint es – via forbes.com

Fazit

Fear the Walking Dead verwirrt den Zuschauer in dieser Woche ein wenig und das Staffelfinale scheint allmählich konkreter zu werden. Es scheint auf eine Flucht hinauszulaufen, in der Nick höchstwahrscheinlich wieder zu seiner Familie stößt und ein Daniel Salazar wahrscheinlich das Zeitliche segnen wird, legt man die Gesetze von Walking Dead zugrunde, dass offensichtliche Kandidaten, die in einer Episode in den Fokus geraten, kurz darauf auch sterben. Die Figuren von Chris und Alicia bleiben weiterhin blass und dürfen eine Wohnung verwüsten, mehr tragen sie aber nicht zur Handlung bei und man darf sich fragen, wer es von den beiden kommende Woche im Finale schaffen wird, so wie es ausschaut, könnte die Patchwork-Familie einige Dellen bekommen. Die erste schwächere Folge von Fear The Walking Dead macht trotzdem große Lust auf ein hoffentlich intensiven Finale, ehe es mit der sechsten Staffel der Mutterserie ohne Pause weitergeht.

(Header via forbes.com)

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Über den Autor

Jamie

1986 geboren. 1992 erste Konsole. Seitdem konstanter Level-Up. Schreibt über Gaming, Kino, Comics und TV-Serien im Bereich der Nerd- und Geek-Culture.

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