Gotham – Staffel 1 Review

Bevor es in die zweite Runde in Gotham geht, werfen wir einen Blick zurück auf die erste Staffel der Batman-Serie ohne richtigen Batman. Ist FOX damit der große Wurf gelungen oder ist das Ergebnis enttäuschend ? Brösel hat sich die erste Staffel angeschaut und hat seine Gedanken zu 22 Folgen Gotham niedergeschrieben.

Um was geht es in Gotham?

Die alte Geschichte des Milliadär-Sprößlings Bruce Wayne, dessen Eltern in einer dunklen Gasse erschossen werden, was ihn später dazu veranlassen wird, ein gefürchteter Rächer namens Batman zu werden. Doch ersteinmal hat Bruce Wayne mit seinem Verlust klarzukommen, während ihm sein Butler Alfred in dieser Zeit zur Seite steht. Desweiteren geht es um den jungen, aufstrebenden Polizisten James Gordon, der sich einem durch und durch korrupten Polizeiapparat, der Mafia und diverse andere Schurken stellen muss. Nebenher wird die Geschichte des Pinguins, Oswald Cobblepott und sein Aufstieg in der Unterwelt von Gotham erzählt, ebenso wie die frühen Jahre von Catwoman Selina Kyle, die sich schnell mit Bruce Wayne anfreundet. Dies ist die Ausgangslage für 22 Folgen der Serie, die sich nicht nur mit den Anfängen von Batman, sondern auch zahlreicher Schurken und Helfer von Batman beschäftigt.

via forbes.com

Muss ich die Vorlage kennen?

Sagen wir mal Jein. Natürlich ist Comicwissen für die meisten Folgen ein recht schöner Bonus, vor allem, wenn es um Nebencharaktere oder den Schurken der Woche geht, aber es ist nicht zwingend notwendig, sich im Bat-Universum auszukennen. Die Jugendjahre von Bruce Wayne wurden in dieser Form noch nie so tiefgehend behandelt und werfen ein spannendes Licht auf die Entwicklung des jungen Bruce von einem ängstlichen Jungen in den besten Detektiv der Welt, auch wenn es fragwürdig ist, ob wir jemals den dunklen Ritter im Fernsehen sehen werden, gerade bei der cineastischen Neufassung mit Ben Affleck im kommenden Jahr in Batman v Superman: Dawn of Justice.

Und das kann was?

Über weite Strecken der ersten Staffel muss man sagen: Ja.  Die Geschichte rund um den jungen Bruce kommt langsam in Fahrt, packt einen aufgrund dessen, dass man natürlich weiß wer er werden wird schon ziemlich. James Gordon weiß über die gesamte Staffel zu überzeugen, da er als moralischer Kompass der Serie immer wieder die Grenzen dessen auslotet, was Gotham an Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft im Kampf gegen Korruption und Kriminalität nach dem Tod der Waynes aushält. Der Pinguin liefert zudem fast schon überragende Szenen innerhalb der ersten Staffel sind, die ihn im Grunde zum einzigen richtigen Batman-Gegner machen, der offensichtlich schon fast ausgereift ist, während man andere Schurken wie den Riddler, den Joker oder Two-Face sehr behaglich aufbaut und nicht sofort verheizt.

Der Look der Serie ist außerdem auch nicht zu verachten. Das Setting, die Kleidung, die Autos und die dreckigen Straßen Gothams sind endlich das Gotham, dass ein Christopher Nolan mal hätte auf Film bannen müssen. Es ist ein Genuß, in die Stadt einzutauchen und die verschiedenen Schauplätze im Laufe der Folgen zu erkunden. Hier hat die Serie auf jeden Fall eine hohe Meßlatte angelegt, die  viele andere Superheldenserien leider noch lookmässig nicht ansatzweise erreichen.

via batman.wikia.com

Was ist nicht so gut gelungen?

Die Mafia-Story rund um Falcone und Maroni sowie Fish Mooney wirkt die meiste Zeit überflüssig, auch wenn sie innerhalb der Story rund um Gordon und seinen Partner Bullock unabdingbar erscheint. Trotzdem liefert diese Handlung die Längen, die die erste Staffel sicher nicht gebraucht hätte. Zu flach ist die Figur von Fish Mooney, die stets nur sich selbst erklärt, zu berechenbar die beiden Mafiagrößen, die sich versuchen gegenseitig auzustechen. Vielleicht wäre hier ein einfacher Zweikampf zwischen zwei Banden oder zwei einzelnen Personen spannender gewesen als der teilweise erzwungene Vierkampf zwischen Mooney, Pinguin, Falcone und Maroni, der immer nur hin und her geht.

Fazit

Wer Bock auf eine trashige Guter Cop, Böser Cop-Serie mit ein paar Mafia-Elementen hat, ist bei Gotham bestens aufgehoben und wird Spaß an der ersten Staffel haben. Wer allerdings auf der Suche nach einer Superhelden-Serie ist, wird sich entweder noch gedulden müssen oder schaut sich lieber Flash oder Arrow an. Die Autoren streuen war immer wieder haufenweise Verweise auf das DC-Universum und vor allem Batman ein, können aber aufgrund des jungen Alters der Helden und Schurken leider nicht das volle Tempo fahren, dass sie vielleicht wollen. Es ist merkwürdig, warum man nicht gleich eine Serie mit Batman macht, die die Vorgeschichte in Rückblenden, ähnlich wie in Batman Begins, ergründet. Doch vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit(-sprünge) bis auch in Gotham der dunkle Ritter anfängt, die Straßen aufzuräumen.

(Header via ?) Bilderuntertitel?

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Über den Autor

Jamie

1986 geboren. 1992 erste Konsole. Seitdem konstanter Level-Up. Schreibt über Gaming, Kino, Comics und TV-Serien im Bereich der Nerd- und Geek-Culture.

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