Review : The Flash 2×03 – Family of Rogues

In der dritten Folge schwächelt The Flash zum ersten Mal seit langer Zeit, liefert aber dennoch herausragende Momente ab, die die Lust auf die kommenden Folgen immer weiter steigert. Dabei sind es vor allem Joe und Iris, die die stärksten Momente neben Barry und Patty miteinander haben.

Der Liebling (fast) aller Gegner von The Flash ist wieder da und er hat noch jemanden im Schlepptau: Leonart Snart aka Captain Cold treibt wieder einmal sein Unwesen arbeitet mit seinem Vater Lewis Snart zusammen, durch den uns der eiskalte Captain ein wenig näher gebracht wird. Wir erfahren durch ihn und die plötzlich bei Cisco auftretende Lisa Snart aka Golden Glider einiges über den brutalen Vater, der sich nie großartig um seine Kinder gekümmert und Lisa sogar misshandelt hat. Der Vater Snart schreckt dabei nicht zurück, eine Bombe im Kopf seiner Tochter zu platzieren um so seinen Sohn für gemeinsame Raubüberfälle gefügig zu machen. Dies muss man in dieser Woche so hinnehmen, was uns und Barry aber auch das moralische Dilemma und den Konflikt zeigt, in dem sich Snart als Schurke oder Anti-Held (Legends of Tomorrow lässt grüssen) befindet.

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Lachen ist verboten – via entertainment-focus.com

Passenderweise dreht sich bei den Wests auch viel um Eltern-Kind-Konflikte und deren Aufarbeitung. Die Rückkehr der totgeglaubten Francine warf in der letzten Folge einige Fragen auf, die nun von Joe erst Barry und anschließend in einer der bislang besten und emotionalsten Szenen auch seiner Tochter beantwortet werden. Francine war drogenabhängig und kümmerte sich nicht um Iris, was Joe dazu veranlasste, seiner Tochter mitzuteilen, ihre Mutter sei tot. Joe wollte  ihr ersparen, sich Vorwürfe zu machen und von ihrer Mutter und sich selbst enttäuscht aufzuwachsen und  ihr trotzdem eine schöne Kindheit zu ermöglichen. Was beim Aufeinandertreffen der West-Damen passieren wird, wird sicherlich eine der nächsten Folgen beantworten, durch die Szene von Vater und Tochter hat die Notwendigkeit ihres Auftritts nicht gerade zugenommen, man kann sich aber auf weitere emotionale Szenen bei den Wests freuen. Man kann nur hoffen, dass die Autoren noch mehr mit Iris West vorhaben, als sich ständig nur mit emotionalen Erdbeben zu befassen. Die Szene rund um ihre investigative Arbeit als Journalistin und ihre Rettung durch Barry zeigten das Potential, dass sich aus Iris Stärke ergibt und hoffentlich wird dieser Aspekt nun vermehrt gezeigt.

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Joe hat wenig Bock auf seine „tote“ Frau – via theinsightfulpanda.com

Fast schon nebenher entwickelt sich für Team Flash die Frage, wie man eins der größten Portale nach Erde-2, dass sich passenderweise genau innerhalb der STAR Labs befindet, so stabilisiert, dass Jay eine Rückkehr in seine Welt zu ermöglicht wird. Die Lösung dafür wird in einem Rekordtempo gefunden, bei dem anscheinend nicht mal Barry in Vollspeed mitkommen würde. Das Portal wird Off-Screen während der Familiendramen der Woche so dermassen schnell stabilisiert, dass man das Gefühl hat, Jay Garrick würde eher einen Fahrradschlauch als ein interdimensionales Portal reparieren. Gerade als man sich darüber aufregen möchte, zeigt sich eine seltsame Entwicklung bei Dr. Stein, der plötzlich anfängt zu brennen und eine bläuliche statt gelbe Flamme abstrahlt. Was dies für den sympathischen Forscher bedeutet wird sich in der nächsten Folge zeigen, in der man mehr auf die noch vorhandenen 50% von Firestorm eingehen werden muss, dem sein Pendant Ronnie Raymond anscheinend immer mehr für eine Erhaltung seiner Lebensfunktionen fehlt, nachdem er schon in der vergangenen Folge große Probleme bekam.

Fazit

In dieser Woche muss vieles, dass einem präsentiert wird, hingenommen werden. Sei es Barry, der ohne Probleme undercover und ohne jegliches Equipment mit Captain Cold und Lewis Snart zusammenarbeitet, ohne dass Vater Snart misstrauisch wird, Jay, der zusammen mit seiner ihn anhimmelnden Caitlin die Speed Canon für das Portal mal eben mir nichts dir nichts zusammenschustern oder der Plot um Francine, bei dem sich noch zeigen muss, wie viel er in dieser Staffel überhaupt bewegen wird, wenn er nicht nur den Platz für Iris einnimmt, den Barry im ersten Jahr mit seinem Vater hatte. Die ewig brennende Frage eines „Was wäre wenn wir anders groß geworden wären?“ bedarf weder für Barry, noch für Iris einer Antwort und nachdem dies bei Barry erkannt wurde, bleibt abzuwarten, ob die Autoren auch bei Iris diese Sichtweise beibehalten werden, da sich beide hervorragend entwickelt haben.

Stark sind wiederum wie immer fast alle Szenen rund um Joe, seine neue Kollegin Patty und ihre astreine Chemie mit Barry, sowie die Aussicht, dass hinter Captain Colds Herz vielleicht doch ein bisschen menschliche Wärme vorhanden ist. Wie aber bereits in den vorangegangenen Episoden schafft es allerdings nur einer, alle Aufmerksamkeit  auf sich zu ziehen – der durch das Portal tretende Harrison Wells. Eine Rückkehr, die Team Flash so noch nicht erwarten dürfte und die sicherlich einiges in der gerade erst wieder aufgekommenen Harmonie zerstören wird.

Die 3. Folge der 2. Staffel The Flash, A Family Of Rogues, könnt ihr euch bei Amazon anschauen!

(Header via flickeringmyth.com)

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Über den Autor

Jamie

1986 geboren. 1992 erste Konsole. Seitdem konstanter Level-Up. Schreibt über Gaming, Kino, Comics und TV-Serien im Bereich der Nerd- und Geek-Culture.

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