Reviews: Star Wars – The Force Awakens

The Force Awakens hat um die Weihnachtszeit herum abgeräumt. Brösel hat sich an den neuen Star Wars gemacht - hier ist das Review!

Star Wars ist zurück. Nach langen Jahren des Wartens, des Zitters, des Spekulierens und des Bangens holt uns J.J. Abrams zum nunmehr siebten Kapitel der Saga ab – Brösel hat das Review!

Star Wars begleitet viele von uns seit Jahrzehnten. Der Einfluss der Saga auf die moderne Popkultur ist wohl so groß, wie bei keinem zweites Franchise. Doch was hält The Force Awakens letztlich für die Fans bereit? Hat sich das Warten gelohnt? Eine kleine Analyse.

Eine kleine Warnung vorab:

Dieses Review ist nicht spoilerfrei – aber sowas von gar nicht. Turn around, you have been warned!

https://www.youtube.com/watch?v=sGbxmsDFVnE

Was war gut?

Vorweg: Star Wars ist zurück und hat zu alter Stärke zurückgefunden. Die Geschichte aus einer Galaxie weit, weit entfernt nimmt wieder Fahrt auf und verzaubert uns mit allem, was wir uns von J.J. Abrams im Vorfeld gewünscht haben. The Force Awakens sieht auf den ersten Blick wieder gebraucht aus, schmutzig, benutzt und so, wie man es aus der originalen Trilogie gewohnt ist. Dabei merkt man, mit wie viel Liebe zum Detail die Effekte und Schauplätze vor Ort zum Leben erweckt wurden, um dem Zuschauer im Gegensatz zu den Prequels ein besseres Gefühl für den Raum zu ermöglichen, in dem unsere neuen und alten Helden interagieren.

Der Cast rund um die neuen Figuren funktioniert bis auf wenige Ausnahmen hervorragend. Daisy Ridley als Rey trägt den Film über weite Strecken und reißt den Zuschauer von der ersten Sekunde ihres Auftritts direkt mit bis zum Ende. John Boyega als Finn und Oscar Isaacs als Poe Dameron funktionieren nicht nur zu Beginn des Films als Duo, sondern liefern auch einzeln eine beeindruckende Performance ab und liefern uns neue, interessante Charaktere für die beiden kommenden Filme. Adam Driver als Kylo Ren sticht komplett heraus und ist genau der Schurke, den man seit dem ersten Aufblitzen seines Lichtschwerts sehen wollte. Ren wirkt erst wie ein Möchtegern und ein verzogenes Kind, dass nicht weiß, wohin mit der ganzen Kraft und etabliert sich gegen Ende des Film selbst als würdiger Nachfolger seines Großvaters Darth Vader. Eine Figur, die wohl für die kommenden Filme das größte Potential birgt und bei der man nicht absehen kann, wohin sie sich entwickelt. Die Show stiehlt über weite Teile neben Kylo Ren und Rey natürlich BB8, der kleine, rollende Droide, der in dutzenden Szenen zeigt, warum er zurecht der neue Fanliebling aller Star Wars-Fans ist. Das Spektrum, dass der kleine Droide abliefert ist beeindruckend und rundet den neuen Cast sehr gut ab.

Raise your hands if you want to party: Chewie und Han sind zurück!

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Die alten Figuren liefern ein schönes Wiedersehen, allen voran natürlich Han Solo und Chewbacca. Im Gegensatz zu Indiana Jones wird nicht allzusehr auf dem Alter der Figur herumgeritten, sondern Solo führt seine Figur des Schmugglers mit so viel Witz und Charme weiter, dass man sofort wieder Feuer und Flamme für eines der besten Filmduos aller Zeiten ist. Chewbacca bekommt ebenfalls einige gute Momente und bleibt den Zuschauern wahrscheinlich auch noch über das Ende von Episode VIII erhalten. Der Tod von Han Solo ist natürlich der größte Leap of Faith, den Abrams wagen konnte und er funktioniert bestens. Spätestens in der Szene, in der sich Han Solo und sein Sohn Ben bzw. Kylo Ren gegenüberstehen schafft es Star Wars wieder einmal die Magie zu entfalten, die wir zuletzt in den Konflikten von Luke und Darth Vader beobachten konnten, ohne diese natürlich direkt vergleichen zu wollen. Es ist trotzdem ein mutiger und wichtiger Schritt, um die Zuschauer emotional zu fesseln und auszurichten für den Rest der Sequels und zeigt, dass man mutig den neuen Zeiten entgegenschreitet.

Die Vielfalt an Welten in The Force Awakens  ist für Star Wars beeindruckend und bietet eine Vielzahl von neuen Schauplätzen, die unser Bild des Star Wars-Universums erweitern, ohne dabei unübersichtlich zu werden. Zwar ist es merkwürdig, dass fast jede Welt ein Pendant in der Original-Trilogie hat, nur gibt es Tausende von bewohnten Welten, sodass dies nicht sonderlich verwunderlich ist, treffen wir auf einen weiteren Wüsten-, Eis- oder Dschungelplaneten. Wie groß wäre der Aufschrei der Fans gewesen, hätte man sich wieder an Endor, Tatooine oder Hoth bedient und die alten Kultstätten „entweiht“. So bleibt man auf neuem Terrain und liefert neue Einblicke in ein großes Universum. Ein Star Wars-Film wäre aber kein richtiger Star Wars-Film, gäbe es nicht die Musik von John Williams. Die Wucht, die der Soundtrack entfaltet und die Art und Weise wie er uns die neue Reihe musikalisch ausmalt, ist mal wieder herausragend. Die neuen Themen gemischt mit den altbekannten liefern ab der ersten Sekunde Gänsehaut und Herzrasen.

Und dann wäre da noch Luke Skywalker. Das größte Geheimnis der letzten Jahre, lange gehütet und mit der größte Anheizer sämtlicher Spekulationen. Gegen Ende nun endlich die langerwartete Offenbarung: Der Jedi-Meister, der so aussieht, als könnte er es alleine mit der ganzen Galaxis aufnehmen, trifft auf Rey – und schweigt. Ein imposantes Bild, dass der alte Jedi-Meister abgibt und die Lust, die man plötzlich auf Episode VIII verspürt ist unglaublich groß. Ein weiterer grandioser Kniff von Abrams, der uns mit einem starken Bild aus seinem Film entlässt.

https://www.youtube.com/watch?v=ngElkyQ6Rhs

Was war schlecht oder enttäuschend?

Wäre man böse, könnte man Abrams vorwerfen, er ginge bei The Force Awakens auf Nummer Sicher und erzählt uns ein weiteres Mal die gleiche Geschichte einer jungen Person (Luke/Rey), die durch eine Bedrohung (Imperium/Erste Ordnung), ihr böses Aushängeschild (Darth Vader/Kylo Ren) und ihren mysteriösen Anführer (Imperator/Snoke) aus dem trostlosen Leben eines Wüstenplaneten (Tatooine/Jakku) gerissen wird, nur um mit Han Solo und Chewbacca geheime Pläne zu einer Widerstandsbewegung zu bringen (Rebellion/Widerstand). Das würde allerdings dem Film und seinen neuen Charakteren nicht gerecht werden, ist aber dennoch ein Punkt, den man nicht leugnen darf.

Supreme Leader Snoke ist eine Figur, über die im Vorfeld viel spekuliert wurde. Ist es Darth Plageuis, der Meister des Imperators, der seit Jahrzehnten die Strippen im Hintergrund zieht? Wie sieht er aus? Was ist seine Motivation? Und wird Andy Serkis die Figur ähnlich wie Gollum und Ceasar so herausragend spielen, dass uns der Atem stockt? Die Antwort fiel relativ nüchtern aus, betrachtete man den vernarbten Riesen, der in einem übermässig großen Hologramm und seinem toten CGI-Gesicht doch etwas deplatziert wirkte. Vielleicht muss sich auch hier erst zeigen, wohin die Reise mit diesem Charakter geht, nur war Snoke neben dem ebenso blassen General Hux, der höchstens mit seiner Brandrede Eindruck schinden konnte, einer der wenigen Enttäuschungen von The Force Awakens.

Viele alte Figuren wirkten inThe Force Awakens, obwohl man sich freute, sie zu sehen, wie Beiwerk. Allen voran Leia Organa Solo, die als General kaum noch so wie die kämpferische junge Frau wirkte, die man von früher kennt, obwohl man befürchten muss, dass dies nicht an der schauspielerischen Leistung von Carrie Fisher hing, sondern eher an ihrer Position im Drehbuch als Anführerin des Widerstands, bei der man vielleicht etwas kreativer hätte werden können. Ebenfalls blass bleiben C3PO und R2D2, die auch nur nebenher erscheinen und natürlich im Schatten ihres neuen Kollegen BB8 stehen. Allerdings wäre ein etwas größere Rolle bei beiden Droiden wünschenswert gewesen, nachdem man sich so lange auf die Rückkehr des anderen besten Filmduos der Kinogeschichte gefreut hatte.

Ein Mini-Comeback feierte auch der Todesstern, der nun als Starkiller zwar mehrere Ziele angreifen darf, dabei aber auch nicht gerade wie die kreativste Idee des Drehbuchs wirkte. Es sei dem durchgehend guten Skript aber zu verzeihen, dass man nicht noch durchgeknalltere Ideen entwickelt hat. So bewegte man sich auf der sicheren Seite und zeigte der First Order wohl endgültig, dass sie mal was neues ausprobieren muss.

https://www.youtube.com/watch?v=erLk59H86ww

Fazit

The Force Awakens ist der Star Wars-Blockbuster, den wir uns alle gewünscht haben. Mit einer ordentlichen Note an Respekt vor den alten Filmen entfalten die neuen Figuren eine neue Story rund um Gut gegen Böse, die uns in den nächsten Jahren weiter zum Spekulieren und Diskutieren anhalten wird. Große Momente, guter Humor und nur wenige Schwächen lassen Star Wars wieder in neuem Glanz erstrahlen und man kann und muss sich endlich nicht mehr mit den Prequels beschäftigen. Der Blick ist nach vorne gerichtet und wir freuen uns schon auf die ersten Worte von Luke Skywalker nach über 30 Jahren.


Was sagt ihr zu Episode 7 The Force Awakens? Was hat euch gut gefallen? Was gar nicht? Lasst es uns in den Kommentaren wissen oder haut uns bei Facebook an!

(Header via comicbook.com, Video via YouTube.com)

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Über den Autor

Jamie

1986 geboren. 1992 erste Konsole. Seitdem konstanter Level-Up. Schreibt über Gaming, Kino, Comics und TV-Serien im Bereich der Nerd- und Geek-Culture.

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