TO BE CONTINUED…und dann abgesetzt – Teil 2

In der zweiten Hälfte unseres Specials setzen wir uns weiter mit Serien auseinander, die ambitioniert starteten, nur um dann viel zu schnell abgesetzt zu werden. Serien, die mit großen Ideen, Darstellern oder Cliffhangern aufwarteten, nur um dann im Limbo der Fernsehkanäle zu verschwinden. Serien mit großen Namen, großen Vorhaben und noch größeren Abstürzen.

Caprica (2010, Syfy)

Ist das noch Sci-Fi ? via serienjunkies.de

Ist das noch Sci-Fi ? via serienjunkies.de

Worum ging es?

Caprica war ein Prequel zur Serie Battlestar Galactica und sollte gleichzeitig die Vorgeschichte der Erschaffung der Zylonen und Familiendrama in einem werden. Im Vordergrund standen dabei die Probleme der Familien Graystone und Adama, die 58 Jahre vor den Ereignissen der Mutterserie ähnlich wie in Dallas mit Intrigen und Machtkämpfen zu kämpfen hatten, während sie gleichzeitig den Verlust geliebter Menschen zu verarbeiten versuchten.

Woran scheiterte es?

Als Gegengewicht zur actionreichen Geschichte von Battlestar Galactica schaffte es Caprica leider nicht, über eine Staffel mit 18 Folgen zu kommen und wurde ohne Verlängerung um ein zweites Jahr abgesetzt. Zwar wurde die Geschichte rund um die Entwicklung künstlicher Intelligenzen relativ souverän mit einem Block aus fünf Folgen zu Ende gebracht und schwebte nicht in der Cliffhanger-Falle wie viele andere Serien, nur wurde hier die Chance vertan, ein Serienuniversum zu etablieren, dass sicherlich viel Schönes hätte schaffen können. So bleibt nur der Blick auf den Versuch einer Science-Fiction-Seifenoper, die gute Durchschnittskost bot, leider aber auch vielleicht gerade deswegen vom Großteil der Zuschauer geschmieden wurde.

The Event (2010-2011, NBC)

Man muss nur beschäftigt aussehen via channel4.com

Man muss nur beschäftigt aussehen via channel4.com

Worum ging es?

The Event ist eine Serie, die sich durch ihren Namen bereits ein Ziel gesetzt hat. Ein Event wird stattfinden. Irgendwann. Ich nehme schon einmal vorweg – diesen Event bleibt die Serie schuldig. Nach nur 22 Folgen in einer Staffel wurde die Geschichte rund um Sean Walker, der eine große Verschwörung aufdeckt, in dem die Notlandung von Aliens und deren stille Invasion auf der Erde eine Rolle spielen.

Woran scheiterte es?

Der eigentlich interessante Ansatz, Aliens nicht als abartige, fremdartige Wesen, sondern als Humanoide zu zeigen, die genauso wie Menschen aussehen, war gut gedacht, aber mäßig umgesetzt. Letztlich mag es weniger an der Mischung zwischen Thriller, Sci-Fi und Liebesgeschichte als an der hohen Erwartungshaltung liegen, die man nach dem Ende von Lost und Flashforward an eine Mysteryserie hatte, die Serie war dem nur leider nicht gewachsen. Aufgrund schlechter Einschaltquoten war nach nur einer Staffel schluss und eine bereits angeteaste zweite Staffel sollte niemals Realität werden. So werden wir uns dann also weiterhin fragen, warum die Frau des Präsidenten ein Alien ist und für welches Event das gut sein könnte. Die Antwort kennen nur die Verantwortlichen von NBC.

 Jericho – Der Anschlag (2006-2008, CBS)

Das sieht jetzt nicht sehr beruhigend aus. via six-shooter.de

Das sieht jetzt nicht sehr beruhigend aus. via six-shooter.de

Worum ging es?

In der kleinen, ländlichen Stadt Jericho wird man Zeuge eines gigantischen Atompilz und die Verbindung zur Außenwelt wird gekappt. Die Einwohner sind auf sich gestellt und kommen erst nach und nach dahinter, wer für die Explosion verantwortlich ist, während sie sich in einem neuen Amerika zurechtfinden müssen. Dabei folgt die Serie vielen Endzeitfilmen wie The Stand von Stephen King oder The Day after und stellt die Frage, was dem Menschen bleibt, wenn alles, was er sich aufgebaut hat, wegfällt und zerstört wird.

Woran scheiterte es?

Klingt gut, oder? Das ist es auch gewesen, nur leider wollten die Verantwortlichen den Stecker nach nur einem Jahr ziehen, da auch hier die Quoten nicht gerade für die Verlängerung für eine weitere Staffel sprachen. Dabei war die Besetzung und die Dynamik der Serie hervorragend. Eine Fan-Kampagne und die Entsendung von ca. 20 Tonnen Nüssen (aufgrund des letzten gesprochenen Wortes der ersten Staffel nuts wie Nuss aber auch gleichzeitig verrückt) waren nötig, um die Serie für eine weitere, zweite Staffel zu erneuern, nur damit auch diese wieder unter den Erwartungen bleibend zum endgültigen Ende von Jericho führte.

(Header via popcultureinterruption.com)

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Über den Autor

Jamie

1986 geboren. 1992 erste Konsole. Seitdem konstanter Level-Up. Schreibt über Gaming, Kino, Comics und TV-Serien im Bereich der Nerd- und Geek-Culture.

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